Ist Vertrauen die letzte unsichtbare Grenze des Arbeitsmarkts?
Heute lassen sich innerhalb weniger Sekunden Tausende Stellenangebote finden.
Man kann eine Bewerbung an ein Unternehmen in einer anderen Stadt, einem anderen Land oder am anderen Ende Europas schicken.
Man kann auch einen Mitarbeiter finden, dessen Erfahrung und Qualifikationen genau dem entsprechen, was die Stelle verlangt.
Und dennoch beruht die Entscheidung für eine Zusammenarbeit niemals allein auf Information.
Das Unternehmen möchte wissen, ob der Mensch wirklich kann, was er behauptet. Der Arbeitnehmer möchte wissen, ob der Arbeitgeber hält, was er verspricht.
Je größer die Entfernung, desto mehr Gewicht bekommt Vertrauen. Das gilt besonders für Arbeit im Ausland, Relocation, Projektarbeit und die Suche nach Mitarbeitern in anderen Ländern.
Ein Dokument kann eine Qualifikation bestätigen. Ein Lebenslauf kann Erfahrung beschreiben. Eine Anzeige kann Beschäftigungsbedingungen darstellen. Doch keines von ihnen kann allein die Gewissheit schaffen, dass sich auf der anderen Seite der richtige Mensch oder der richtige Arbeitsplatz befindet.
Deshalb beruht der Arbeitsmarkt auf etwas, das weniger sichtbar ist als Angebote, Gehälter und Positionen. Er beruht auf der Überzeugung, dass die Information, die wir erhalten, wahr genug ist, um eine Entscheidung zu treffen.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum das Finden einer Stelle und das Finden eines Mitarbeiters selbst dann schwierig bleibt, wenn beide Seiten sich sehr nahe sind.
Denn bevor Menschen beginnen, miteinander zu arbeiten, müssen sie zunächst glauben, dass es sich lohnt, den ersten Schritt zu tun.
Am 26. August ist der Internationale Tag des Hundes. Hunde verbinden wir seit jeher mit Loyalität, Vertrauen und Anwesenheit genau dann, wenn sie wirklich gebraucht werden. Eine unerwartete Verbindung zum Arbeitsmarkt, doch gerade deshalb lohnt es sich, sie festzuhalten. In einer Welt, in der Menschen und Unternehmen immer häufiger über Grenzen hinweg zusammenkommen, kann Technologie Entfernungen verkürzen. Vertrauen lässt sich nach wie vor nicht abkürzen.
